Jeweils Bronze für Rimpfl und Attenberger
09.02.26 - Ein Ringerturnier der Superlative waren am Wochenende die Bayerischen Ringermeisterschaften in Coburg. Erstmals in der Geschichte fanden die Titelkämpfe aller Altersklassen an nur zwei Tagen statt. Die moderne HUK-Arena in Coburg war dafür der ideale Austragungsort und der Bayerische Ringerverband hatte sich für Organisation und Rahmenprogramm mächtig ins Zeug gelegt. Insgesamt waren 941 Teilnehmer am Start, die Meisterschaft war somit das größte Ringerturnier Deutschlands. Am Samstag traten 575 Kämpfer und Kämpferinnen auf den sechs Matten im Freistil an. Am Sonntag waren es mit 366 Startern im Griechisch-Römisch Stil etwas weniger. Aufgrund der weiten Anreise mit Übernachtung nahmen vom TSV St. Wolfgang nur Kämpfer mit Platzierungschancen teil. Hinzu kamen noch Verletzungen bei Dawid Tomasiuk und Georg Scheffler, so dass sich nur drei Kämpfer auf den Weg machten.
Kaderringer Lukas Rimpfl trat im Freistil als jüngster Jahrgang in der U20 an. In der 65kg gab es 13 Teilnehmer in zwei Pools. Nachdem Rimpfl die ersten drei Kämpfe souverän und mit gewohnt hohen Wertungen technisch überlegen gewonnen hatte ging es im Poolfinale gegen Dauerrivale Anderl Hocheder vom SC Anger. Es entwickelte sich der erwartet knappe Kampf in dem Rimpfl etwas überlegen war und mit 4:2 führte, doch der Angerer konnte in den Schlusssekunden doch nochmal die Oberlage erkämpfen und auf 4:4 ausgleichen. Damit blieb Rimpfl aufgrund der letzten Wertung der Weg ins große Finale verwehrt. Im Kampf um Bronze trat dann sein Nürnberger Gegner wegen Verletzung nicht mehr an, womit immerhin die Medaille für den St. Wolfganger gesichert war.
Ebenfalls in der U20, aber bis 74kg trat Timoteus Pietas gegen elf Gegner an. Leider war er noch von einer Erkältung geschwächt und konnte somit nicht seine ganze Power auf die Matten bringen. Im Pool standen für Pietas zwei Siege und zwei Niederlagen zu Buche. Im abschließenden Kampf um Rang fünf zeigte er nochmal eine starke Leistung und gewann vorzeitig durch technische Überlegenheit mit zehn Punkten Vorsprung.
Pietas versuchte sich auch am Sonntag nochmal im Greco-Stil bis 72kg, musste dabei aber geschwächt nach zwei Niederlagen die Segel streichen. Somit war Severin Attenberger in der U17 bis 80kg der einzige Medaillenkandidat der Ringerwölfe. In seinem Pool gewann er mit konzentrierten und kraftvollen Vorstellungen zwei Kämpfe vorzeitig. Nur gegen den überlegenen Meister Muhametov aus Burghausen war für Attenberger kein Kraut gewachsen, wodurch nur der Kampf um Bronze blieb. Hier ließ er aber gegen den Penzberger Florian Dürr nichts anbrennen und hatte nach einer Minute die Punkte zur technischen Überlegenheit gesammelt. Somit war die interne Zielvorgabe von mindestens zwei Medaillen für die Ringerwölfe auch mit nur dreiTeilnehmern erreicht und Rimnpfl und Attenberger hoffen jetzt auf eine Einladung zu dem Vorbereitungslehrgängen für die Deutsche Meisterschaft.